Nützliches
Schimmelrisiko-Check vor dem Fenstertausch
Neue Fenster sind dicht. Die Feuchtigkeit, die vorher durch die alten Fugen entwichen ist, bleibt danach in der Wohnung. In wenigen Fragen schätzen wir ab, wie hoch das Risiko in Ihrem Gebäude ist – und was dagegen hilft.
Zwei- oder dreifach verglast? Das spielt für das Schimmelrisiko kaum eine Rolle. Entscheidend sind die Luftdichtheit der neuen Fenster (der Luftaustausch durch die Fensterfugen entfällt), die Feuchtelast im Raum und die Oberflächentemperatur der Fenster-Laibung – also der Mauerfläche rund um das Fenster. Wie warm diese bleibt, bestimmen die Außenwand, die Einbaulage und die Dämmung der Laibung, nicht die Zahl der Scheiben.
Warum entsteht Schimmel gerade nach einem Fenstertausch?
Alte Fenster hatten zwei Wirkungen: Sie waren undicht und sorgten so für einen ständigen Luftaustausch – und ihre kalten Scheiben sammelten das Kondenswasser, das man morgens abgewischt hat. Beides fällt mit neuen Fenstern weg. Die Feuchtigkeit aus Duschen, Kochen, Wäsche und Atmen bleibt in der Wohnung und schlägt sich an der nun kältesten Stelle nieder: an der ungedämmten Außenwand, in Raumecken, hinter Möbeln und an den Fensterlaibungen. Ab etwa 80 % Luftfeuchte an der Oberfläche keimt Schimmel – dafür muss noch kein Wasser sichtbar sein.